Gebäude

Studieren im Grünen

Nähert man sich dem Architekturgebäude, so suggeriert das harte Äußere langweilige Räume und lässt eher auf einen reinen Verwaltungsbau mit angeschlossenem Hörsaal schließen. Die inneren architektonischen Werte erfährt man bei Betreten der Eingangshalle, kurz ‚Kuhle’ genannt. Dieser Raum bezieht die Bezeichnung von den U-förmig angeordneten und in den Boden eingelassen Sitzstufen, an deren Kopfseite die studentische Cafe-Theke zum Kaffee oder Cappuccino einlädt. Über der ‚Kuhle’ verbindet ein mehrgeschossiger Luftraum das Erdgeschoss mit den unterschiedlichen Galerien im 1. und 2. Oberschoss. Zahlreiche Lichtkuppeln tauchen das großzügige Raumgefüge in ein Spiel von Licht und Schatten.

Kuhle

So prägt gerade unser Gebäude den Campus auf der Lichtwiese in einem besonderen Maße. Hier findet das Leben statt. Kaum wahrnehmbar für Außenstehende, unscheinbar für den gemeinen Besucher, voll und prall für Insider. Es wird geschafft, entworfen, gewerkelt, diskutiert – wenn es sein muss auch rund um die Uhr. Den Studierenden stehen 24 Stunden am Tag, 50 Wochen im Jahr alle wichtigen Einrichtungen wie z.B. Werkstatt, Computerpool und Arbeitsaal offen. Alle Vorlesungen, Übungen und Seminare finden in diesem einen Gebäude statt, und so hat man dank der kurzen Wege zwischen Vorlesung und Übung immer noch ein paar Minuten Zeit, um in der Kuhle an der Cafe-Theke die neusten Infos auszutauschen. Hier trifft der Student noch seinen Professor oder hält mit dem Mitarbeiter ein Schwätzchen.

Galerien 1. und 2. Obergeschoss

Der kommunikative Charakter des Gebäudes zieht sich aber auch durch die oberen Geschosse. Auf den Galerien im 1. und 2. Obergeschoss finden Ausstellungen aller Art, Entwurfvorstellungen, Exkusionspartys sowie öffentliche Testate und Abgaben statt. Daneben gibt es auch kleinere Nischen für Gruppenarbeiten. In den Arbeitssälen für das Grundstudium im 2. und 3. Obergeschoss werden während der Woche neben Zeichen und Malen auch Statik, Konstruktive Geometrie und Hochbaukonstruktion gelehrt. Wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende besprechen Entwurfarbeiten in den sogenannten Korrekturen. Von der Galerie im 2. Obergeschoss hat man per Codekarte Zugang zu einem Rechnerarbeitssaal – kurz ‚Rechnerpool’. Dieser verfügt neben der Möglichkeit zur Arbeit mit mehren verschiedenen CAD-, Grafik- und Multimediaprogrammen an über 70 Rechnerarbeitsplätzen auch über architektengerechtes Computer-Mobiliar. Größere Planzeichnungen, Modelle oder Bücher haben genug Platz vor jedem Rechner.